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Fimo-Modelliermassen von Staedler

Diese Informationen der Firma Staedtler erklären Ihnen alles wisseswerte zur Verarbeitung und den Inhaltsstoffen von FIMO.

Angebrochenes Fimo:  Angefangene Arbeiten und Materialreste können in einem geschlossenen Plastikbeutel oder in einem luftdichten Gefäß z.B. Plastikdose oder Glas aufbewahrt werden.

Wie funktioniert FIMO?

Bei der ofenhärtenden Modelliermasse FIMO handelt es sich um eine Masse auf PVC-Basis. Im Vergleich zu z.B. "normaler" Knetmasse ist diese Modelliermasse wesentlich fester, diese Struktur erlaubt z.B. auch das Modellieren von kleinen und filigranen Objekten. Kunststoffpulver, Plastifizierungsmittel und Additive ergeben die FIMO-Masse. Beim Backen im Ofen geliert das Kunststoffpulver durch das Plastifizierungsmittel und bildet nach dem Abkühlen einen harten Festkörper.

Kann ich bereits gehärtete Teile mehrfach brennen?

FIMO kann mehrfach gebrannt werden, um z. B. Risse oder gebrochene Teile mit frischem FIMO zuzuspachteln. FIMO wird bei einer idealen Temperatur von 110 ºC für 30 Minuten im Backofen gehärtet. Bei einer Härtetemperatur von 130 ºC wird man wahrscheinlich keinen großen Unterschied feststellen können, außer, dass das Modell etwas flexibler ist. Die Maximaltemperatur von 130 ºC und eine Aushärtezeit von 30 Minuten sollte jedoch nicht überschritten werden!

Besitzt FIMO ein Haltbarkeitsdatum?

FIMO besitzt kein Haltbarkeitsdatum. Generell sollte FIMO an einem trockenen, kühlen Ort gelagert werden. Die ungehärtete Masse bewahrt man am besten in Aluminiumfolie, in Metall- oder Plastikboxen (aus PP oder PE!) auf, um sie vor Staub und Verunreinigung  zu schützen. Auf diese Weise ist FIMO mindestens 2 Jahre haltbar. Allerdings wissen wir nie, wie lange und unter welchen Umständen FIMO bereits vorher im Handel gelagert wurde.

Ist FIMO für den Außenbereich geeignet?

Die ofenhärtende Masse ist nach dem Härten wetterbeständig, sollte jedoch nicht lackiert werden! Wichtig ist, dass das gehärtete Modell keine Risse enthält, in die Regen eindringen kann. Bei Frost könnte das Modell dadurch aufplatzen. Lediglich bei intensiver Sonneneinstrahlung könnten die Farben mit der Zeit ein wenig ausbleichen. Deshalb ist z.B. ein Vordach als Schutz gegen intensives Sonnenlicht angebracht.

Die ideale Temperatur zum Härten von FIMO?

Der Geliervorgang (PVC in Weichmacher) kann bei weniger als 110°C nicht bis zu Ende geführt werden. FIMO wird dann zwar hart, ist aber im Inneren noch mürbe und daher bruchanfällig. Wenn man FIMO höher als bei 110°C härtet, wird es eher flexibel. Man nimmt damit aber in Kauf, dass die Farben bräunlich werden und evtl. kurz vor dem Verbrennen sind. Wir empfehlen das auf keinen Fall! Die ideale Härtetemperatur beträgt 110°C bei einer Härtezeit von 30 Minuten.

Ist Fimo wasserfest?

Wir empfehlen unsere ofenhärtende Modelliermasse beispielsweise auch für unsere Schneekugeln. Hier wird das gehärtete Modell dauerhaft in Wasser gestellt. FIMO sollte jedoch nicht lackiert werden.

Kann man Fimo classic / soft / effect untereinander mischen?

Alle genannten Varianten lassen sich problemlos miteinander mischen und kombinieren.

Ist Fimo unbedenklich?

In Verruf geraten sind Weichmacher auf Basis von Phthalaten. Diese stehen im Verdacht, krebserregend oder erbgutverändernd zu sein. Aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes verzichtet STAEDTLER bereits seit 2006 auf phthalat-haltige Weichmacher in FIMO.

Ist FIMO unbedenklich / ungiftig?

Unsere ofenhärtende Modelliermasse FIMO enthält keine gesundheitsschädlichen, allergenen bzw. giftigen Stoffe. FIMO erfüllt die Anforderungen der EU-Richtlinie zur Sicherheit von Spielzeug (EN 71, Teil 5). Wir haben FIMO beim "Forschungsinstitut für Leder und Kunststoffbahnen gGmbH" hinsichtlich Emissionen bei 130° C und 150° C untersuchen lassen, d. h. bei höheren Temperaturen als gemäß Gebrauchsanweisung von uns vorgegeben (110° C). Weder bei 130° C noch bei 150° C wurden krebserzeugende, erbgutverändernde, fortpflanzungs- oder fruchtschädigende Substanzen detektiert. Nichtsdestotrotz sollte eine Maximaltemperatur von 130° C nicht überschritten werden. Wir empfehlen die Verwendung eines Ofenthermometers. Ab Temperaturen über 150°C können unter ungünstigen Bedingungen Salzsäuredämpfe entstehen, diese haben aber eine sehr starke Warnwirkung (Brennen in den Augen und auf den Nasenschleimhäuten), bevor toxische Reaktionen entstehen können. In jedem Fall den Raum gut lüften, Personen ins Freie bringen und bei Unwohlsein einen Arzt kontaktieren (dies ist eine "Standard"-Vorgehensweise bei jeglicher Art von Gefahr, gilt also nicht nur für FIMO).

Ist FIMO lebensmittelecht?

Unsere ofenhärtende Modelliermasse FIMO enthält keine gesundheitsschädlichen, allergenen bzw. giftigen Stoffe. FIMO erfüllt die Anforderungen der EU-Richtlinie zur Sicherheit von Spielzeug (EN 71, Teil 5). Weiterhin ist ausgehärtetes FIMO speichel- und schweißecht nach DIN 53160 (LGA-Prüfung 5561011). Lediglich für den direkten Kontakt mit dem Mund bzw. Lebensmitteln können wir FIMO nicht empfehlen, da FIMO nicht lebensmittelecht ist. Hierfür sind spezielle Prüfungen und Zulassungen erforderlich, die mit FIMO nicht durchgeführt wurden. Dies gilt auch für Tiere, deshalb empfehlen wir FIMO auch nicht für Aquarien, Terrarien oder zur Gestaltung eines Tiernapfs. FIMO enthält übrigens keine tierischen Komponenten und ist glutenfrei.

Was hat es mit dem Hinweis "Natutal based substances" auf sich?

Besteht FIMO nicht mehr aus PVC? Der Hinweis "with natural based substances" wird seit Juli 2011 auf den Packungen unserer ofenhärtenden Modelliermasse aufgedruckt. Es gab keine Rezepturänderung, die diesen Hinweis zur Folge hatte. Vielmehr möchten wir darauf hinweisen, dass wir bei der Produktion von FIMO Rohmaterialien einsetzen, die auf natürlichen Fette und Ölen basieren.